Der „Schiermannsche Spieker“ des ehemaligen „Landhauses Brennerei Niehues“ ist ein markantes Bauwerk in Neuenkirchen und wird von vielen Neuenkirchenern als geschichtsträchtiges Wahrzeichen des Ortes geschätzt. Die Veräußerung der Immobilie und die neuen Pläne des Investors haben zur Folge, dass ein Verbleib des Spiekers und seiner Teile am bisherigen Standort ausgeschlossen ist. Die CDU-Fraktion legte dem Bürgermeister am Mittwoch einen Antrag zur Initiierung eines Projekts zur künstlerisch-kulturellen Bewahrung des „Schiermannschen Spiekers“ vor.

„Es stehen bauliche Veränderungen an, daher drängt die Zeit, jedenfalls eine digitale Bewahrung zu gewährleisten. Das ist das Mindeste, was wir tun sollten.“ erklärt die Ortsvorsitzende Lea Helene Kaumanns. Wenngleich Initiativen zur Erhaltung grundsätzlich zu begrüßen seien und von der CDU unterstützt würden, müsse die Gemeinde aktuell nunmehr zumindest für die fotografische Archivierung und digitale Konservierung des Bauwerkes Sorge tragen, so die Position der CDU.

„Für die CDU-Fraktion hat dieses Bauwerk einen besonderen Wert,“ sagt der Fraktionsvorsitzende Nico von Royen „weshalb wir eine Bewahrung im Sinne einer digitalen Archivierung zur späteren Verwendung zu unterschiedlichen Anlässen und an unterschiedlichen Orten vorschlagen.“
Der Antrag fordert ein kommunales Projekt zur Translozierung und Digitalisierung, das einen neuen, virtuellen Raum für den Speicher schaffen würde.

„Eine künstlerisch-kulturelle Annäherung an den Spieker ist ein Beispiel für ein fruchtbares Wechselspiel von Tradition und Innovation,“ findet die stellvertretende Bürgermeisterin Jutta ten Winkel. „Neuenkirchen hat damit die Möglichkeit sich auch überörtlich als moderne Gemeinde darzustellen und gleichzeitig die Erinnerung an dieses besondere Bauwerk zu bewahren.“

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