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Herzlich Wilkommen

CDU Ortsverband 48485 Neuenkirchen

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Quelle:Münsterländische Volkszeitung
 
Neuenkirchen. Trotz leichter Verluste bleibt die CDU auch bei der Bundestagswahl in Neuenkirchen die stärkste Kraft. Während die Zweitstimmen 45,7 Prozent (minus 2,1 Prozent) für die Christdemokraten bringen, holt ihr Kandidat Jens Spahn in Neuenkirchen 52,4 Prozent (minus 2,2 Prozent). Deutlicher Verlierer der Wahl ist auch in Neuenkirchen die SPD. Sie büßt 8,9 Prozent ein und kommt bei den Zweitstimmen nur noch auf 22,8 Zähler. Die SPD-Kandidatin Arndt-Brauer holt dabei bei den Erststimmen 27,4 Prozent (minus 7,9 Prozent). Die Wahlbeteiligung sinkt im Vergleich zur letzten Wahl 2005 um 6,6 auf 75,7 Prozent.

Gemäß dem Bundestrend legen auch die drei kleinen Parteien in Neuenkirchen zu. Die FDP gewinnt 4,4 und kommt auf 14,5 Prozent der Zweitstimmen; bei der Kommunalwahl Ende August hatte die Neuenkirchener FDP nur vier Prozent erzielt. Die Grünen legen 2,7 Prozent zu und kommen auf 8,4 Prozent. Und auch die Linken gewinnen 2,1 Prozent und erreichen 4,9 Prozent der Zweitstimmen in Neuenkirchen. Alle anderen Parteien holen 3,7 Prozent.

Lange Gesichter gab es am Wahlabend im Ratssaal bei der SPD. Rund 30 Interessierte sahen sich die direkte Bekanntgabe der Wahlauszählung an; parallel dazu lief die Fernsehübertragung aus Berlin. Enttäuscht vom Abschneiden der SPD zeigte sich Uwe Fischer, zuletzt Bürgermeisterkandidat und SPD-Vorsitzender: „Wir haben 8,9 Prozent verloren, das ist auch in Neuenkirchen der Bundestrend. Mit dem Ortsverein hat dieses Ergebnis aber nichts zu tun“, betonte er.

„Ich bin froh, dass die Bundestagswahl nicht mit der Kommunalwahl zusammenlag.“ Auf die Frage nach den Gründen für die Wahlniederlage sagte Fischer: „Die Wähler waren vergrault von den vielen Wahlen. Die SPD-Arbeit im Bund hat einen Denkzettel bekommen. Jetzt wird es Reformen geben, es werden Köpfe rollen. Ich fordere jetzt eine neue Führung der Bundes-SPD unter Steinmeier.“

Auch CDU-Vorsitzender Herbert Albers sieht Neuenkirchen im Bundestrend. „Mit schwarz-gelb auf Bundesebene habe ich keine Probleme“, sagte er mit Blick auf die lokalen Verhältnisse. Für Albers hätte Angela Merkel im Wahlkampf mehr angreifen müssen. „Der ruhige Wahlkampf ist nicht belohnt worden“, so Albers.

Zehn Prozent mehr Neuenkirchener als bei der Kommunalwahl wählten am Sonntag die FDP. Doch FDP-Vorsitzender Joachim Koch übergeht den Vergleich von Kommunalwahl und Bundestagswahl: „Wir haben ein neues politisches Traumpaar: eine konservative Kanzlerin und einen schwulen Außenminister und Vizekanzler - und das ist auch gut so“, sagte Koch. „Ich erwarte jetzt, dass wir schneller aus der Wirtschaftskirse kommen als mit einer großen Koalition“, sagte Koch gegenüber der MV.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sah Ellen Pfennig von den Grünen den Ausgang der Wahl: „Es ist schade, dass jetzt schwarz-gelb die Macht hat, damit können wir nicht einverstanden sein. In Neuenkirchen haben wir gewonnen, das ist eine gute Zahl für die Grünen“, sagte Pfennig.
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